Performanztests

Eine Webseite ist schon seit vielen Jahren das „Schaufenster“ von Unternehmen, die ihre Waren oder Dienstleistungen im Internet anbieten. Für mögliche Kunden ist damit Aussehen und vor allem das Funktionieren der Webseite ein ganz wesentlicher Gradmesser für die Kundenzufriedenheit.

Neben der Kundenzufriedenheit, die sich über Bewertungsportale ermitteln lässt, sollte das Unternehmen auch auf betriebswirtschaftliche Kenngrößen achten.

Eine leicht zu ermittelnde Kenngröße ist der durchschnittliche Warenkorb. Er berechnet sich aus dem Gesamtumsatz geteilt durch die Anzahl der Bestellungen. Laut einer Umfrage in 2018 gaben 30% der befragten Online-Shop-Betreiber an, dass der durchschnittliche Warenkorbwert zwischen € 51,00 und € 100,00 liegt.

Schön, wenn im Shop Umsatz erzielt wird, aber kennen Sie die Anzahl der Kaufabbrüche in Ihrem Shop?

Ein Grund für Kaufabbrüche kann sein, dass die Webseite zu langsam reagiert und der Kunde dadurch die Lust verliert. Schwerwiegender ist es hingegen, wenn der Kunde zu bestimmten Zeiten die Webseite erst gar nicht erreichen kann, da zu viele Zugriffe die Geschwindigkeit beinträchtigen. Jeder Kaufabbruch ist entgangener Umsatz in Höhe des durchschnittlichen Warenkorbwerts.

Mit unterschiedlichen Arten von Performanztests lassen sich Systeme auf das Zeitverhalten analysieren und geben Aufschluss über mögliche Schwächen in der Architektur, dem Datenbankdesign, der Implementierung oder der Konfiguration.

  • Bei Lasttests wird das Verhalten des Systems auf eine erhöhte Anzahl von parallelen Anfragen untersucht.
  • Die Kapazitätstests gehen einen Schritt weiter als Lasttests und legen konkrete Antwortzeiten fest, die nicht überschritten werden dürfen. Damit bekommt man am Ende Klarheit darüber welche Anzahl an parallelen Zugriffen das System „verkraftet“, ohne dass es als zu langsam empfunden wird.
  • Mit Dauertests lässt sich untersuchen, wie sich ein System verhält, wenn eine bestimmte Last über längere Zeit anliegt. Man kann mit dieser Testart sehr gut Probleme bei der Ressourcennutzung, wie zum Beispiel Speicherlecks, beobachten.

Performanztests gilt es, wie andere Testaktivitäten auch, in den Testprozess zu integrieren, was mit der Testplanung beginnt und im Testabschluss endet.

Ein einmalig durchgeführter Performanztest ist immer nur eine Momentaufnahme. Wer wissen will, ob das System auch in Zukunft die Aufgaben erledigen kann, muss Performanztest regelmäßig wiederholen und insbesondere bei Änderungen seitens der Software oder Hardware.

Gerne können Sie mich kontaktieren, um herauszufinden, wie ich Sie unterstützen kann.